Therapie
Die Ursachen und die Entstehung der Zöliakie sind zzt. noch nicht heil- bzw. behandelbar. Einzig eine Ernährung, die frei von Gluten ist, stellt eine Behandlungsmöglichkeit dar. Unter diesen diätetischen Voraussetzungen können die Betroffenen nicht nur symptomfrei leben, eventuelle Schädigungen der Dünndarmschleimhaut können sich ggf. auch wieder zurückbilden. Diese Art der Ernährung muss von den Betroffenen ein Leben lang durchgeführt und eingehalten werden, wenn sie keine Krankheitssymptome und Folgeerkrankungen entwickeln möchten. Sobald Gluten aufgenommen wird, treten die Symptome i. d. R. wieder auf. Da Gluten in sehr vielen Lebensmitteln enthalten ist, ist es für Betroffene wichtig, sich gut über die Bestandteile von Lebensmitteln zu informieren bzw. auf entsprechende Kennzeichnungen zu achten. Besonders in Fertigprodukten ist häufig Gluten enthalten, da es als Stabilisator, Geschmacksverstärker oder auch zum Gelieren eingesetzt wird.
Wenn ein Zöliakiepatient eine entsprechende Diät beginnt, sollte anfangs auf Milchprodukte verzichtet werden, da durch die gestörte Darmfunktion der Abbau von Milcheiweiß gestört sein kann. Haben sich die Darmzotten wieder regeneriert, muss nicht mehr auf Milch und entsprechende Produkte verzichtet werden.
Was darf ein an Zöliakie Erkrankter essen? Z. B. Hirse, Mais, Reis, Amarant, Soja, Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Milch(-produkte). Was darf ein an Zöliakie Erkrankter nicht essen? Die meisten Getreidesorten (z. B. Roggen, Gerste, Weizen, Dinkel) und entsprechende Produkte.
Bei der sog. tropischen Sprue, deren Ursachen noch nicht geklärt sind, für die aber eine Infektion mit Erregern vermutet wird, muss keine besondere Ernährung eingehalten werden. I. d. R. wird hier ein Antibiotikum verabreicht.
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