Diagnose
Können bei einem Patienten die typischen Symptome für eine Zöliakie (chronischer Durchfall, Appetitlosigkeit, durch Nährstoffmangel bedingte Beschwerden wie Gewichtsverlust, Müdigkeit, Haarausfall etc.) festgestellt werden, kann die Diagnose in zwei weiteren Untersuchungsschritten gestellt werden: Blutuntersuchung und Dünndarmbiopsie. Die Ausprägung und Schwere der Symptome der Zöliakie können sehr unterschiedlich sein und es kann daher auch dazu kommen, dass sie der Krankheit nur schwer zuzuordnen sind. Als Bestätigung des Verdachts auf Zöliakie kann es gewertet werden, wenn eine glutenfreie Ernährung eingehalten wird und sich dadurch die Beschwerden bessern bzw. ausbleiben.
Blutuntersuchung
Nicht nur der Mangel an Nährstoffen (z. B. Vitamin B12, Kalzium, Zink, Magnesium und Eisen) und dessen Folgen wie z. B. Blutarmut (durch Eisenmangel) sind bei der Blutuntersuchung feststellbar, sondern auch spezifisch auf die Zöliakie hinweisende Faktoren sind dabei zu ermitteln. Diese sind z. B. Antikörper wie Antigliadin-Antikörper.
Dünndarmbiopsie
Durch eine Entnahme von Gewebeteilen des Dünndarms (Biopsie) können diese näher untersucht werden. Die Biopsie wird in diesem Fall häufig im Zuge einer Magenspiegelung durchgeführt. Betrachtet werden die Gewebepartikel im Hinblick auf die durch die Zöliakie entstehenden Dünndarmzottenzerstörungen und Entzündungen. Durch die Suche nach Mikroorganismen können andere, z. B. durch eine Infektion ausgelöste Ursachen für die Symptome ausgeschlossen werden.
Um andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen, sollten Betroffene auch auf mögliche Nahrungsmittelallergien bzw. Immundefekte hin untersucht werden.
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